Stornorechnung bei Shopify: Rechnungen richtig korrigieren
Falscher Betrag, falsche Adresse, Retoure: Früher oder später muss jeder Händler eine Rechnung korrigieren. Der intuitive Weg — die Rechnung einfach „bearbeiten" — ist steuerlich der falsche. Hier steht, wie es richtig geht.
Warum „Bearbeiten" keine Option ist
Nach den GoBD müssen Buchungsbelege unveränderbar sein. Eine ausgestellte Rechnung, die nachträglich geändert wird, ohne dass die Änderung nachvollziehbar dokumentiert ist, gefährdet die Ordnungsmäßigkeit deiner gesamten Buchführung. Dazu kommt: Die Originalrechnung ist beim Kunden — ändern sich Beträge bei dir, stimmen die Belege nicht mehr überein.
So funktioniert die Stornorechnung
Die Korrektur erfolgt zweistufig: Du stellst eine Stornorechnung (auch Rechnungskorrektur oder Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinn) aus, die die Originalrechnung mit negativen Beträgen neutralisiert — mit eigener fortlaufender Rechnungsnummer und Verweis auf die Originalrechnung („Storno zu Rechnung RE-00042"). Danach stellst du, falls nötig, eine neue, korrekte Rechnung mit der nächsten Nummer aus. Alle drei Dokumente bleiben dauerhaft erhalten.
Checkliste Stornorechnung
- Eigene fortlaufende Rechnungsnummer (keine Wiederverwendung)
- Eindeutiger Verweis auf die stornierte Originalrechnung
- Negative Beträge in gleicher Höhe wie das Original
- Gleiche Steuerbehandlung wie das Original (USt.-Sätze bzw. § 19-Hinweis)
- Original bleibt unverändert im Archiv
Automatisieren statt riskieren
In der Praxis passieren Fehler dann, wenn Korrekturen manuell in Word oder per PDF-Editor erfolgen. Eine Rechnungs-App mit echtem Storno-Workflow erzeugt die Stornorechnung per Klick, vergibt die nächste Nummer automatisch und hält die Kette aus Original, Storno und Neuausstellung revisionssicher zusammen.
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Im Shopify App Store ansehenHinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Verbindliche Auskünfte erteilt Ihr Steuerberater.